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Jüdische Gemeinde |
Das Buch "Die Juden aus Leutershausen und Großsachsen in der nationalsozialistischen Verfolgung" von Prof. Erhard Schnurr ist jetzt erhältlich.
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1553 |
Im kurpfälzischen Schirmgeldregister sind „Jakob Jud zu Luttershausen“ (Leutershausen) und „Abraham und Jakob Jud zu Großsachsenheim“ (Großsachsen) zu finden, erster Nachweis jüdischen Lebens in unserer Gemeinde. |
| 1582 | Pfalzgraf Friedrich III. verfügt die Ausweisung sämtlicher Juden aus seinem Territorium. |
| 1694 | Unter der Ortsherrschaft des Grafen Hamilton kommt es erst wieder zur Ansiedlung von Juden in Leutershausen. |
| 1700 | Zu Beginn der Herrschaft des Grafen Wiser gibt es drei jüdische Haushalte in Leutershausen: Aron, Mortge und Joseph. |
| 1722 | Dem Juden Mayer Levi gehört das Anwesen in der heutigen Hauptstr.1. Es bleibt bis 1937 stets in jüdischem Besitz. Hier befand sich der erste Betsaal, die „Judenschule“. |
| 1819 | Seit dieser Zeit bis zur Einführung der Simultanschule 1876 besteht eine eigene israelitische Elementarschule. Sie befindet sich seit 1858 in der Mittelgasse. |
| 1864 | Insgesamt wohnen 165 jüdische Männer, Frauen und Kinder in Leutershausen. Ihre Häuser befinden sich alle im Ortskern. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt vornehmlich als Händler, nach der Emanzipation von 1809 auch als Handwerker. |
| 1900 | Die aufstrebende Industrie in der Region führt zu Abwanderungen, sodass die Zahl der jüdischen Einwohner Leutershausens auf 68 sinkt. |
| 1933 | Zu Beginn der NS-Herrschaft 1933 zählt man nur noch 43 jüdische Personen. |
| 1940 | Im Jahr der Deportation der badischen und pfälzischen Juden nach Gurs in Südfrankreich wohnen in Leutershausen keine Juden mehr. 21 ehemalige Juden aus Leutershausen und sechs aus Großsachsen wurden in den Vernichtungslagern des NS-Regimes ermordet. |
| Damit endete eine fast 400 Jahre dauernde gemeinsame Geschichte von Christen und Juden in Leutershausen.
Die Schicksale der in der Shoah ermordeten Juden sind in einem Buch beschrieben. |
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Die erste Synagoge (Betsaal) in der Hauptstraße 1 |
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Das ehemalige Schulhaus der jüdischen Gemeinde
(Ecke Mittelgasse und Kreuzgasse) |
| Die ehemalige Mikwe in der Vordergasse |